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Unternehmen

03.04.17 18:48 Uhr

5 Jahre Medizinisches Versorgungs- & Physiotherapeutisches Zentrum Chemnitzer Markthalle

Einladung › "Tag der offenen Tür" am 26.04.2017, 10:00 - 16:00 Uhr

Das neue Nutzungskonzept der Markthalle war ein Glücksfall – für Bürger, für Patienten, für die Stadt. Was nach langen Jahren der Ungewissheit nicht nur Chemnitzer herbeigesehnt hatten, wurde Realität: Wo einst Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Kaffee, Tee, Ost und vor allem Gemüse gehandelt wurden, entstand mit dem Um- bzw. Ausbau und neuen Mietern eine neue „Top-Adresse“ im Stadtzentrum. Das historische Gebäude wurde umfunktioniert und unter Wahrung der denkmalgeschützten Fassade konnte ein „Haus im Haus“ –
Konzept für die Poliklinik angemessen projektiert und implantiert werden.
Mehr als fünf Jahre ist das her. Und was ist daraus geworden?

Neben dem unmissverständlichen Signal für die Aufwertung eines der schönsten Bauwerke seiner Art bündelt die Poliklinik gGmbH Chemnitz an den zentralen Standorten wichtige medizinische Bereiche mit verschiedenen Fachrichtungen und setzt die traditionell erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Praxen und Einrichtungen zum Wohle der Patienten fort.

Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums laden wir alle Interessierten herzlich

am 26. April 2017 von 10:00 bis 16:00 Uhr zum "Tag der offenen Tür"
               in das Physiotherapeutische Zentrum Markthalle ein.

Zu den Programmhöhepunkten gehören ohne Zweifel Rundgänge mit Blick „hinter die Kulissen“. Kinder und Erwachsene erwarten kostenfreie Schnupperkurse und Mitmachangebote aus dem Leistungsspektrum des Physiotherapeutischen Zentrums - z.B. adäquate Kompressionstherapie, Rückenschule*, Yoga-Kurse* und Angebote der Kooperationspartner wie biologische Zahnmedizin*, optische Sehanalyse & -beratung*, Venenanalyse/ -messung*

* Um Voranmeldung (Verlosung von Massagen) wird via Mail an physiotherapie.ptzm(at)poliklinik-chemnitz.de
   oder Tel.:  0371/ 39 89 89 39 gebeten.

Physiotherapeutisches Zentrum

 

 

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›  [zum Physiotherapeutischen Zentrum Markthalle]

 

 

 

 

 

 




Die Geschichte des Physiotherapeutischen Zentrums – Ein kurzer Rückblick

Die Wurzeln des Physiotherapeutischen Zentrums reichen weit zurück. Neben einer ambulanten Einrichtung für Physiotherapie in Berlin-Friedrichshain galt das heutige Physiotherapeutische Zentrum Markthalle am damaligen Standort in der Chemnitzer Müllerstraße (Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse Chemnitz) mit ca. 40 Mitarbeitern als eine der größten Einrichtungen ihrer Art in der DDRGebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Chemnitz. Beginn der achtziger Jahre war sie die erste Physiotherapie der Republik mit einem Wasser-Therapiebecken (Bewegungsbad). So konnten Versicherte erstmals ambulant Therapieformen in Anspruch nehmen, die bis dato nur in Kureinrichtungen möglich waren.

Nach der Wende war die Poliklinik eine städtische Einrichtung und die Physiotherapie gehörte zum Chemnitzer Gesundheitsdezernat. In der turbulenten Ära strebte die AOK die Etablierung eines eigenen Therapie- und Gesundheitszentrums an und sanierte 1993 die Einrichtung in der Müllerstraße, bevor sie im Juli 2000 der Heim gGmbH – seit 2001 auch ein „Tochterunternehmen“ der Klinikum Chemnitz gGmbH angeschlossen wurde.

Mit Gründung der Poliklinik GmbH Chemnitz im Februar 2003 wurde auch das Physiotherapeutische Zentrum in der Müllerstraße 41 übernommen. Kurz nach dem 80jährigen Jubiläum am Standort endete Anfang 2012 dann die unmittelbare Nachbarschaft mit der AOK in dem seinerzeit vom Chemnitzer Architekten Curt am Ende bereits in den 20er Jahren entworfenen Gebäude. Das Physiotherapeutische Zentrum zog in ein weiteres geschichtsträchtiges und repräsentatives Bauwerk der Stadt um: Die Markthalle Chemnitz.

Unter allgemeiner Begeisterung und dem Staunen von Besuchern aus der ganzen Region wurde Ende Januar 2012 die Neueröffnung des "Gesundheitszentrums" gefeiert. Im baulich sanierten architektonischen Schmuckstück verbindet fortan das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und das Physiotherapeutische Zentrum (PTZ) Medizin und Therapie auf rund 1.200 Quadratmetern Fläche in einem modern gestalteten Ambiente.
Herzstück sind zwei überragende Bewegungsbäder. Großzügige Räume für die Einzel-, Gruppen- und Kindertherapie sowie zur Schulung der Psychomotorik bieten alle Voraussetzungen für eine schnellstmögliche Mobilisation, Gesundung oder Besserung von Beschwerden.

Ob in der frührehabilitativen Therapie, der Sicherstellung von Grundfunktionalitäten im Heilungsprozess oder mit dem umfassenden prophylaktischen Angebot – für Jung und Alt erstreckt sich das breit gefächerte medizinische Leistungsprofil an klassischen und individuellen Behandlungsmethoden. Patientinnen und Patienten erhalten hier professionelle Hilfe in vertrauensvoller Interaktion zwischen Arzt und Hilfsbedürftigen in ortsübergreifender Zusammenarbeit.

Tradition trifft Moderne: Ein prächtiges Zeugnis der Vergangenheit im Wandel der Zeit
Vor 127 Jahren wurde unter Leitung von Eduard Hechler, erster Chemnitzer Stadtbaurat, der Grundstein für die Markthalle nach Planungen des Architekten Max Steinmüller gelegt. Nach nur 18monatiger Bauzeit wurde die auch als „Bauch von Chemnitz“ bezeichnete Markthalle dann am 9. Dezember 1891 feierlich eröffnet. Sie galt mit baulichen Elementen der Neoromanik, der Neorenaissance und des Neobarocks damals als die schönste derartige Halle in ganz Europa und bot etwa 350 Handelsständen inmitten der Stadt Platz. Händler und Bauern verkauften typische Produkte aus der Region und sorgten fortan mit ihrem beinahe unüberschaubaren Warenangebot für geschäftiges Treiben auf 4.500 Quadratmetern im traditionellen Klinkerbau mit Stahlskelett und Schwarzblechbedachung.

Markthalle ChemnitzAls eines der wenigen Gebäude hatte das Haus die nahezu vollständige Zerstörung der Stadt Chemnitz zum Ende des zweiten Weltkrieges überstanden. Doch der zentral überdachte Handelsplatz mit einst regem Marktbetrieb wurde zu DDR-Zeiten nur noch als Lagerhalle weiter genutzt.

Mit dem Wissen um die Historie kaufte 1993 der Architekt Peter Waldvogel dann das Chemnitzer Wahrzeichen und ließ es denkmalgerecht sanieren. Mit seiner Wiedereröffnung war hier Mitte der neunziger Jahre auch der Einzelhandel hoffnungsvoll gestartet, doch bedingt durch verändertes Kaufverhalten von den Chemnitzern nicht angenommen worden. Die Händler zogen nach und nach wieder aus.

Verschiedene Nutzungsideen für eine Wiederbelebung und Aufwertung des wunderschönen Objektes wie ein Umbau zu einer Sportarena wurden entwickelt, doch es rann noch viel Wasser den Chemnitzfluss hinab, ehe ein zukunftsträchtiges Nutzungskonzept gefunden wurde.
Bis auf das Chemnitzer Kabarett – Mieter seit 2005 – und einem gastronomischer Betrieb stand rund fünf Jahre ein Großteil des Gebäudes leer. Seit 2011 beherbergt das altehrwürdige Gebäude ein offen gestaltetes Fahrradgeschäft und der Umbau für ein weiteres zentral gelegenes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) sowie ein Physiotherapeutisches Zentrum der Poliklinik gGmbH Chemnitz mit einer beeindruckenden „Haus im Haus“ – Konzeption begann.
Unter Berücksichtigung geltender Bau- und Gesundheitsvorschriften wurde ein moderner Neubau mit maßgeschneiderter Architektur und innovativer Technik eingebracht, der die denkmalgeschützte Hülle der Markthalle weitestgehend unberührt ließ und das neue Profil des gesamten Hauses optimal ergänzte. Das rundum gelungene Ergebnis mit Verknüpfung von ärztlicher und therapeutischer Kompetenz wurde Anfang 2012 der Öffentlichkeit präsentiert und der Patientenbetrieb im Medizinischen Versorgungs- und Physiotherapeutischen Zentrum startete.

Jörg Kottwitz
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit


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© Poliklinik gGmbH Chemnitz