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Ärzte

Praxis für Augenheilkunde

MVZ Am Rathaus

Am Rathaus 2
09111 Chemnitz
Link: [Standort/Anfahrt]

Tel.  0371/ 600 00 20
Fax   0371/ 600 00 22


Hinweis für PKW-Fahrer:
Wir empfehlen das Parkhaus Alte Post, Bretgasse 1.

Sprechzeiten

VormittagNachmittag
Mo.08:00 – 11:0013:00 – 16:00
Di.08:00 – 11:0013:00 – 16:00
Mi.08:00 – 11:0013:00 – 16:00
Do.  
   – ambulanteOperationen –
Fr.08:00 – 11:00

Augenärztlicher Bereitschaftsdienst
Informationen zur diensthabenden Praxis entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen der örtlichen Presse oder in dringenden Fällen über die bundesweit einheitliche Rufnummer: 116 117

Praxisschwerpunkte

Der Schwerpunkt unserer Spezialpraxis für Augenheilkunde liegt
in der ophthalmologischen Chirurgie.

Durch enge Zusammenarbeit mit dem ambulanten OP-Zentrum der Klinikum Chemnitz gGmbH in der Flemmingstraße 4 können wir unseren Patienten die bestmöglichste Versorgung bei ambulanten Augenoperationen bieten und gewährleisten einen möglichst reibungslosen Ablauf der wenig belastenden Eingriffe
im operativen Bereich.

Der modern eingerichtete OP-Saal verfügt über die neueste Technik auf dem Gebiet der Vorderabschnitts-Chirurgie.
So bieten wir beispielsweise unseren Patienten ein neues Ultraschallverfahren (Phakoemulsifikation) zur Zerkleinerung der Augenlinse an (OZiL® IP Technologie › seitliche Ultraschall-Oszillation), welches die benötigten Energiemengen minimiert und die umliegenden Strukturen weitgehend schont. Die für den Patienten wichtige optische Rehabilitation tritt so noch schneller ein.

Die Vor- und Nachbetreuung der Operationen übernehmen die Mitarbeiter des ambulanten OP-Zentrums, die unseren Patienten den Aufenthalt in freundlicher Atmosphäre so angenehm wie möglich gestalten.

Insgesamt erfolgen so jährlich über 1.400 Operationen.

Operatives Leistungsspektrum

Unser operatives Leistungsspektrum erstreckt sich über den gesamten vorderen Augenabschnitt. Die Schwerpunkte liegen dabei in:

  • der Operation des Grauen Stars (Katarakt)
  • der Korrektur von Lidfehlstellungen
  • kleinen plastischen Operationen
  • Eingriffen beim Grünen Star (Glaukom)
  • laserchirurgische Eingriffe

Letztere können wir Dank eines modernen Kombinationslasers für Netzhaut und den vorderen Augenabschnitt (Regenbogenhaut und Linsenkapsel) in unseren Praxisräumen im Stadtzentrum durchführen.

Operativer Eingriff bei Augenerkrankungen
Die Anmeldung zur Augenoperation erfolgt über Ihren Augenarzt (meist telefonisch oder per Fax). Mit einer gül- tigen Überweisung und Ihrer Chip-Karte kommen Sie zunächst zum vereinbarten Voruntersuchungstermin in unsere Praxisräume. Dort erfolgt die Vorbereitung und Aufklärung zur geplanten Operation durch erfahrene Operateure. Wir bieten Ihnen dazu auch die Möglichkeit, individuelle Gesundheitsleistungen über die von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierten Standardverfahren zu wählen. Dazu gehören die optische Biometrie zur Berechnung Ihrer Intraokularlinse (Kunstlinse) sowie das Ver­wenden von Sonderlinsen zur Erreichung einer weitgehenden Brillenfreiheit. Zu diesem Termin vereinbaren wir dann auch gemeinsam den eigentlichen OP- Termin, der idealerweise in den folgenden 4 bis 6 Wochen liegt. Wir benötigen außerdem eine Einver­ständnis­er­klärung Ihres Haus­arztes zur Operation - möglichst bereits zur Voruntersuchung. Nach erfolgreicher Durch- führung erfolgt die erste Kontrolluntersuchung erneut in den Praxisräumen im Stadtzentrum, bevor Ihr Augen- arzt die weitere Betreuung wieder übernimmt.

› Hinweise zur Augenoperation (Grauer Star) finden Sie [hier].

Augendiagnostik

Mit Hilfe moderner und äußerst präziser Diagnose-Systeme können wir bereits frühzeitig krankhafte Veränderungen erkennen. Im Rahmen unserer konservativen Sprechstunde mit allen medizinisch notwendigen Untersuchungen bieten wir unseren Patienten verschiedene individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und bestmögliche Augen-Spezialdiagnostik an, die sie individuell nach einem bestimmten Stufensystem nutzen können. Augendiagnostische Sonderleistungen müssen in der Regel getrennt abgegolten werden, da sie sich leider nicht über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnen lassen. Auf Anfrage beraten wir Sie natürlich gern zu optionalen Diagnosemethoden und informieren Sie über die Kosten von Spezialuntersuchungen.

Unser Praxisteam

Das Augenlicht als eines der wichtigsten Sinne des Menschen zu erhalten erfordert Kompetenz, Zu­wendung, Zeit und Engagement.

Mit diesem Ziel konnten wir in den letzten Jahren ein kleines Team motivierter Mitarbeiter aufbauen und uns dank der guten Zusammenarbeit mit an­deren medizinischen Versorgungszentren der Stadt Chemnitz, Fachärzten der Region und medi­zinischen Partnern intensiv um sie - unsere Patienten - kümmern.

Unter der Leitung von Frau Dr. Spandel gehören derzeit insgesamt vier Mitarbeiter zum Praxisteam der Augenheilkunde im MVZ Am Rathaus:

› Herzlich willkommen.

 

Patienteninformationen


Grauer Star

Der Graue Star (med. Katarakt) macht seinem Namen alle Ehre. Mit Trübung der sonst klaren natür­lichen Augenlinse ist ein Katarakt die häufigste Augen­krankheit weltweit.

Er kann zwar in jedem Lebensalter auftreten, stellt aber als s.g. "Altersstar" (Cataracta senilis) in etwa 90 Prozent der Fälle die meist diagnostizierte Kata­rakt­form dar. Mit dem Lebensalter schreitet die Trübung kontinuierlich fort und kann un­behandelt zum Erblinden führen.

Betroffene sind häufig erst in einem späteren Stadium der Krankheit in ihrem Seh­vermögen beeinträchtigt. Der verlangsamte Stoff­wechsel im Alter und eine dadurch bedingte Ver­änderung der Linsen­eiweiße führen zu einer ver­minderten Licht­durch­lässigkeit und einer Streuung der ein­fallenden Licht­strahlen. Linsen­trübungen treten aber auch bei Allgemein­erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) oder als Folge von stumpfen oder scharfen Ver­letzungen des Auges sowie bei Augen­erkrankungen auf. Die meisten Menschen über 65 Jahre haben einen Grauen Star.

Die Beeinträchtigung des Sehvermögens kann sehr unterschiedlich empfunden werden. Symptome sind z.B. eine erhöhte Blendungs­empfindlichkeit, ein verringertes Kontrast­sehen, gestörte Farbsichtigkeit und die Abnahme der Sehschärfe sein. Eine Therapie des Grauen Stars mit Medi­kamenten ist nicht möglich. Im Früh­stadium kann durch eine Änderung der Brillenstärke vorrübergehend eine Besserung der Sehleistung erzielt werden. Die Operation ist jedoch die einzige Behandlungs­möglichkeit, da nur sie das Sehvermögen wiederher­stellen kann.

Mit der Diagnose "Grauer Star" ist es nicht immer leicht für den Arzt zu entscheiden, wie stark die individuelle Beeinträchtigung der Seh­leistung die Ver­richtung Ihrer täglichen Arbeit merklich er­schwert. Ob eine Operation durch­geführt werden sollte, ist abhängig von der Not­wendigkeit einer Ver­besserung Ihres Seh­vermögens.
Den Zeitpunkt der Operation können Sie ge­meinsam mit dem Arzt fest­legen.

(Abb. mit freundlicher Unterstützung der Firmen Alcon und AMO)

Die Operation des Grauen Stars

In über 95 Prozent aller Fälle ver­bessert sich das Seh­ver­mögen nach der Operation deutlich. Die Erfolgs­aussichten können jedoch durch andere Augen­erkrankungen einge­schränkt sein (z.B. diabetische oder altersbedingte Er­krankungen der Netzhaut­mitte, ein Glaukom oder Durch­blutungs­störungen des Seh­nervs).
Im Aufklärungs­gespräch wird dies daher intensiv be­sprochen.

Gewöhnlich kann der operative Eingriff in örtlicher Betäubung vorge­nommen werden. Je nach Operations­technik wird eine Injektion mit sehr feiner Nadel neben den Aug­apfel gesetzt, die das Auge schmerz­un­empfindlich macht. Nach dem sanften Betäubungs­verfahren be­merken Sie eventuell nur noch etwas vom OP-Ablauf.

Hinweise zur Operation

Medikamente, die Sie aus gesund­heit­lichen Gründen benötigen, nehmen Sie vor der Operation wie gewohnt ein. Blut­verdünnende Arzneimittel (Falithrom) müssen vor der OP abge­setzt werden (mindestens 10 Tage vorher in Absprache mit Ihrem Hausarzt). Bringen Sie sich bitte am OP-Tag eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken mit. Lassen Sie am besten Ihren Schmuck zu Hause, da dieser zur OP abge­nommen werden muss und bringen Sie bitte Ihre Chip­karte mit.

Grüner Star

Früherkennung des Grünen Stars (Glaukom)
Unsere Praxis für Augenheilkunde beteiligt sich an der bundesweiten augenärztlichen Initiative zur Früherkennung des Grünen Stars. Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Erkrankung der Augen, die rund 2,4 % der Gesamtbevölkerung ab dem 40. Lebensjahr befällt und deren Häufigkeit auf über 7% im höheren Alter steigt. Rund 800.000 Glaukom-Patienten gibt es in Deutschland, bei etwa 3 Millionen liegt eine Vorstufe dieser Erkrankung vor.

Was ist ein Glaukom?
Es handelt sich um einen langsam fortschreitenden Sehnervenschwund mit Verfall des Gesichtsfeldes, oft - aber bei weitem nicht immer - verbunden mit einer krankhaften Erhöhung des Augeninnendruckes. Der Glaukom-Kranke bemerkt die schleichende Einschränkung des Sehvermögens meist erst dann, wenn es (fast) zu spät ist. Eine rechtzeitige, das heißt so früh wie möglich einsetzende Behandlung kann einen irreparablen Schaden verhindern.

Was bedeutet Glaukom-Vorsorge? Was können Sie davon erwarten?
Der Augenarzt nimmt eine gezielte Untersuchung der Sehnerven vor und bewertet sie zusammen mit den Ergebnissen der Augeninnendruckmessung. Dann kann er Ihnen eine der folgenden Auskünfte geben:

  • Ihre Augen sind nicht am Glaukom erkrankt. Die Glaukomvorsorge sollte in 2 Jahren wiederholt werden. Sind Sie älter als 50, sollte jedes Jahr kontrolliert werden.
  • Ihre Augen zeigen keine Anzeichen von Glaukom. Zur Sicherheit sind jedoch weiterführende diagnostische Maßnahmen oder auch kurzfristige Kontrollen angezeigt (Glaukom 2 / Glaukom 3).
  • Ein bisher unentdecktes Glaukom bzw. eine Frühform davon muss behandelt werden. Dies geschieht in der Regel medikamentös.

Wer trägt die Kosten?
Anders als bei der Krebsfrüherkennung, die von den Krankenkassen bezahlt wird gehört die Untersuchung zur Früherkennung des Glaukoms leider nicht zu den gesetzlichen Vorsorgeleistungen. Unabhängig davon werden alle Patientinnen und Patienten, die sich bisher wegen eines Grünen Stars oder eines Verdachts auf Glaukom in Behandlung oder Kontrolle befanden oder für ein Glaukom typische Symptome oder Befunde aufweisen, unverändert zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse untersucht bzw. behandelt. Alle weiteren hierzu notwendigen Maßnahmen des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen zur Abklärung und/oder Behandlung werden voll und ganz von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Vervollständigen Sie Ihren Vorsorge-Check. Es lohnt sich für Sie in jedem Falle.
Haben Sie weitere Fragen? Wir beantworten sie gern.

  • GDx (zur Untersuchung der Nervenfaserdicke)
  • HRT (zur Untersuchung der Nervenfaserdicke)
  • OCT (Sehnervenvermessung)
  • Pachymetrie (zur Messung der Hornhautdicke)
  • Fotographie der Sehnerven (in der eigenen Praxis möglich)

Myopie

Netzhaut–Vorsorgeuntersuchung für Kurzsichtige

Bei einer Kurzsichtigkeit von über 3 Dioptrien be­steht statistisch ein höheres Risiko für das Auftreten einer Netzhautablösung.

Schon lange vor der eigentlichen Netzhautablösung treten bei einem Teil der Betroffenen Veränderung­en in der äußeren Netz­haut (Ablatio-Vorstufen) auf: Das geschieht in erhöhtem Ausmaß bei Kurzsich­tigen. Diese Veränderungen können vom Augenarzt frühzeitig erkannt und nötigenfalls vorsorglich behandelt werden. Oft genügt dann eine ambulante Laser­behandlung, um die spätere gefährliche Netzhaut­ablösung und damit den Verlust des Sehens abzuwenden. Diese Ablatio-Vorstufen in der äußeren Netzhaut lassen sich in der Regel nur bei sehr weiter Pupille erkennen. Dazu werden Ihnen durch Augentropfen die Pupillen erweitert. Dieser Vorgang benötigt mindestens ca. 20-30 Minuten. Hinterher sind Sie für etwa 3-4 Stunden vermehrt geblendet und sehen eventuell vorübergehend unscharf, so dass Sie nicht selbst mit Ihrem Auto nach Hause fahren können.

Werden bei der Netzhautspiegelung Erkrankungen, die weiter abgeklärt oder behandelt werden müssen, fest- gestellt, übernimmt die dafür erforderlichen Kosten Ihre Gesetzliche Kranken­versicherung (z.B. auch für eine Laserbehandlung von Vor­stufen einer Netzhaut­ablösung). Zusammen mit der Netzhaut­spiegelung kann auch eine Glaukom­vorsorge­untersuchung er­folgen, zu der neben der Augen­hintergrund­untersuchung eine Augen­druckmessung er­forderlich ist.

(Abb. Fa. AMO)

Optische Biometrie

Diagnostik mit optischer Biometrie
(Voruntersuchung zur Vermessung)

Das Meßverfahren optische Biometrie bietet derzeit die höchste Sicherheit, um die optimale Stärke einer Kunst- linse für ein Auge auszuwählen.

Vor einem Operationsverfahren zur Korrektur der Fehl­sichtigkeit und der end­gültigen Ent­scheidung für eine künstliche Augen­linse werden im Rahmen der Vorunter­suchung präzise Mess­daten ermittelt, damit die Kunstlinse optimal am Patientenauge passt. Dazu wird das Auge exakt vermessen und das bestmöglich ersichtliche Linsenimplantat für die individuellen Voraus­setzungen beurteilt.

Ziel dieser Berechnung ist, dass Sie nach der Operation eine möglichst schwache Brille tragen müssen und ein gutes Sehen ohne Brille erreichen. Hierfür hat sich über viele Jahre die Ultraschall­diagnostik zur Vermessung des Augapfels bewährt.

Um vor der Operation die Brechkraft des Auges exakt bestimmen zu können, bieten wir in unserer Praxis
auch ein auf der Laser-Technik beruhendes Messver­fahren an. Dabei wird mit höchster Präzision das gesamte Auge berührungs­frei von einem Laser ver­messen, um vor der Operation die Brechkraft des Auges genau
zu bestimmen. Wir empfehlen alternativ dieses weltweit anerkannte Verfahren unseren Patienten als privat­ärztliche Zusatz­leistung (IGeL), deren Kosten im Gegensatz zur Ultraschall-Biometrie gegen­wärtig nicht von
der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) übernommen wird bzw. in nicht der Gebühren­ordnung für Kassen­ärzte ent­halten ist.

Mit dem Laser-Verfahren entstehen für beiden Augen zusätzliche Kosten von ein­malig € 64,99. Es ist zudem auch hervor­ragend geeignet, die Mess­ergebnisse des Ultraschall­ver­fahrens zu überprüfen. Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie diese Unter­suchung wünschen, die die Genauigkeit Ihres Operations­ergebnisses ver­bessern soll.

Sonderlinsen

"Die Brille im Auge" - Sonderlinsen
Intraokularlinsen der neusten Generation bieten Ihnen heutzutage die Möglichkeit gleich­zeitig die ab ca. dem 45. Lebensjahr einsetzende Alters­sichtigkeit, die Presbyopie, zu korrigieren. Abhängig von Ihrem persön­lichen Lebens­stil können wir Ihnen ein optimales Sehen bei Ihren täglichen Aktivitäten weit­gehend ohne Brille er­möglichen.

Die Wahl der für Sie richtigen Kunstlinse bei einer Katarakt­operation ist eine Ent­scheidung, die sehr sorgfältig getroffen werden sollte. Standard­mäßig werden so genannte Monofokallinsen („Ein-Stärke-Linsen“) ein­gesetzt. Diese Linsen bieten Ihnen ein scharfes Bild in einem Ent­fernungs­bereich, in der Regel im Fern­bereich. Gegenstände oder Personen in der Nähe werden eher un­scharf wahr­genommen, so dass Sie zusätzlich eine Nah- oder Gleitsicht­brille für Tätigkeiten wie Lesen und Schreiben benötigen. Spezielle Kunstlinsen­modelle er­möglichen durch ein besonderes Optik­design eine weitgehende Un­abhängigkeit von der Brille. Die multifokalen Linsen können Ihren natürlichen Seh­bereich wiederher­stellen und dadurch Ihre Lebens­qualität durch weitgehende Brillen­unabhängigkeit steigern. Lesen, Einkaufen, Auto fahren, aber auch Rasieren und Make-up auf­tragen ist wieder ohne Brille möglich. Auch der Bereich zwischen Nah- und Fern­sicht kann im normalen Alltag ohne Brille bewältigt werden.

Besteht bei Ihnen zusätzlich eine Hornhaut­verkrümmung, die bisher nur durch so genannte „Zylindergläser“ in Ihrer Brille ausge­glichen werden konnte, haben wir jetzt die Möglich­keit durch torische Kunstlinsen Ihnen in der Ferne zu einem Sehen ohne Brille zu ver­helfen. Die verschiedenen speziellen Designs der Linsen ermög­lichen eine so gute Seh­qualität, dass sie nicht nur für Patienten mit Grauem Star zu Einsatz kommen, die nach der Operation keine Brille mehr tragen möchten. Sie wird inzwischen auch zur Behandlung der Kurz- und Weitsichtigkeit bei noch klaren Linsen, gerade auch dann, wenn ein laser­chirurgischer Eingriff ausscheidet, eingesetzt. Dabei ist die Dicke der Hornhaut oder das Alter der Patienten kein Ausschluss­kriterium.

Multifokallinsen
Intraokularlinsen der neusten Generation bieten Ihnen heut­zutage die Möglichkeit gleichzeitig die ab ca. dem 45. Lebensjahr ein­setzende Alters­sichtigkeit, die Presbyopie, zu korrigieren. Abhängig von Ihrem persönlichen Lebensstil können wir Ihnen ein optimales Sehen bei Ihren täglichen Aktivitäten weitgehend ohne Brille er­möglichen. Die Wahl der für Sie richtigen Kunstlinse bei einer Kataraktoperation ist eine Entscheidung, die sehr sorgfältig getroffen werden sollte.

Standardmäßig werden so genannte Monofokallinsen („Ein-Stärke-Linsen“) eingesetzt. Diese Linsen bieten Ihnen ein scharfes Bild in einem Entfernungs­bereich, in der Regel im Fernbereich. Gegenstände oder Personen in der Nähe werden eher unscharf wahrgenommen, so dass Sie zusätzlich eine Nah- oder Gleitsicht­brille für Tätigkeiten wie Lesen und Schreiben benötigen.

Spezielle Kunstlinsenmodelle ermöglichen durch ein besonderes Optik­design eine weit­gehende Unab­hängigkeit von der Brille. Die multifokalen Linsen können Ihren natürlichen Seh­bereich wieder herstellen und dadurch Ihre Lebens­qualität durch weitgehende Brillen­unabhängigkeit steigern. Lesen, Einkaufen, Auto fahren, aber auch Rasieren und Make-up auftragen ist wieder ohne Brille möglich. Auch der Bereich zwischen Nah- und Fern­sicht kann im normalen Alltag ohne Brille bewäl­tigt werden.

Besteht bei Ihnen zusätzlich eine Hornhaut­verkrümmung, die bisher nur durch so genannte „Zylindergläser“ in Ihrer Brille ausgeglichen werden konnte, haben wir jetzt die Möglichkeit durch torische Kunstlinsen Ihnen in der Ferne zu einem Sehen ohne Brille zu verhelfen.

PolaritTorische Linsen (Intrakularlinsen zur Asigmatismus­korrektur)
Bei einer cornealen Hornhaut­verkrümmung oder Astigmatismus wird aufgrund der Ab­weichung der Hornhaut von der Kugelform ein Punkt nicht als ein Punkt, sondern verzerrt als Ellipse auf der Netzhaut abge­bildet.

Durch eine torische Kunst­linse kann diese Abweichung korrigiert wer­den. Das Prinzip der Operation gleicht der Implantation einer Monofokallinse, mit dem Unter­schied, dass vor der Operation besondere Messungen durchgeführt werden müssen, um die richtige Lage der Linse zu markieren. Der große Vorteil dieser Linse im Vergleich zu der nicht torischen Linse ist die post­operative Brillen­freiheit für die Ferne für Patienten, die aufgrund ihres Astigmatismus zum Brillen­tragen "verurteilt" waren.

Zudem bieten wir Astigmatismus­patienten die Möglichkeit der Implantion einer multifokalen torischen Linse, die weitestgehende Brillenunabhängigkeit sowohl für die Ferne als auch für die Nähe bietet.

Quelle: Augentis GmbH

Zusatzlinse bei bereits staropierten Augen (Add-On-Linsen)
Die Add-On IOLs sind entwickelt für pseudophake Patienten bei denen - oft viele Jahre nach der Kunstlinsen­implantation - höhere sphärische und/oder astigmatische Fehlsichtigkeiten mit entsprechenden Beschwerden entstehen.

Da ein IOL-Austausch in diesen Fällen bei meist ausgeprägter Kapsel­fibrose und häufig vor­be­stehender Kapsulotomie traumatisch und Komplikationsträchtig wäre, ist die zusätzliche Implantation einer Add-On-Linse eine wirkungsvolle und relativ risikoarme Alternative einer nachträglichen Opti­mierung der Seh­qualität entsprechend ihren per­sön­lichen Be­dürfnissen.

Vorteile:

  • verbesserte Seh­qualität
  • weitest­gehende Brillen­unabhängigkeit
  • kurze, ambulante OP
  • kein Linsentausch
  • mehr Lebens­qualität

OZil Technologie

Abb. Alcon Pharma GmbH

OZil® IP Technologie zur Phakoemulsifikation* | Phakotechnologie
Die INFINITI® mit OZil® IP Technologie ist ein Phakoemulsifikationsgerät mit seitlicher Ultraschall-Oszillation. So entstehen zahllose überzeugende Vorteile für die Phakoemulsifikation.

Geringere Abstoßung

  • Ultraschallschwingungen zertrümmern die Linse mit einer Scherbewegung
  • Keine Abstoßung durch den Presslufthammer-Effekt wie bei herkömmlichen Ultraschallverfahren
  • Seitliche Oszillation bewirkt eine effizientere Zerkleinerung, da die gesamte Bewegung des Tips emulsifizierend wirkt.

Bessere Followability

  • Ständiger Kontakt mit dem Linsenmaterial erleichtert die Okklusion und resultiert in einer effektiveren Applikation der Energie auf das Linsenmaterial
  • Bessere Followability, verminderte Verwirbelung der Linse
  • Geringer Flüssigkeitsbedarf bei gleichzeitiger höherer chirurgischer Effizienz

Sicheres Wärmeprofil

  • Geringere thermische Belastung; weniger Reibungswärme in der Inzision
  • Seitliche Oszillation führt zu minimierter Tipbewegung in der Inzision
  • Niedrigere Ultraschall-Frequenz von 32 kHz

 

*Zerkleinerung und Entfernung der getrübten Linse


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