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Ärzte

Praxis für Proktologie und Allgemeinchirurgie

MVZ Hainstraße

Dr. med. Judith Isabell Eckenstein
Hainstraße 112
09130 Chemnitz
Link: [Standort/Anfahrt]

Tel.   0371/ 401 62 77
Fax    0371/ 433 15 855 

Patienteninformation

Proktologie – was ist das?

Die Proktologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Mastdarms, des Analkanals und dessen Umgebung. Proktologische Erkrankungen sind unabhängig vom Alter in der Bevölkerung weit verbreitet. Allerdings ist das Thema sehr schambesetzt, deshalb reden die Betroffenen häufig nicht über ihre Beschwerden.

Die meisten Patienten glauben, an Hämorrhoiden zu leiden, wenn sie Beschwerden wie Blutungen, Juckreiz, Schmerzen, tastbare „Knoten“ bei sich bemerken. Es existiert allerdings eine Vielzahl an (gut- und auch bös­artigen) Er­krankungen am Enddarm, die derartige Symptome mit sich bringen.

Typische proktologische und Krankheitsbilder sind z.B.:

  • Hämorrhoiden
  • Thrombosen
  • Abszesse
  • Fisteln
  • Fissuren
  • Hauterkrankungen
  • Geschwulste
  • Entleerungsstörungen
  • Inkontinenz
  • Pilonidalsinus
  • Acne inversa

Ein weiterer häufiger Vorstellungsgrund beim Proktologen sind Stuhlun­regelmäßig­keiten und chronische Bauch­schmerzen. Diese Be­schwerden werden zwar häufig durch andere, nicht-proktolo­gische Er­krankungen ver­ur­sacht, dennoch ist eine proktolo­gische Untersuchung im Rahmen der Differential­diagnostik wichtig und sinn­voll.

Die proktologische Untersuchung

Die proktologische Untersuchung umfasst neben der Anamnese­erhebung die Inspektion (Betrachtung), digitale Unter­suchung (Austasten) sowie die Spiegelung des Mast­darmes und Anal­kanales mit einem sogenannten Rek­tos­kop und/oder Proktoskop. Die Unter­suchung findet meistens auf einem speziellen Untersuchungs­stuhl, ver­gleich­bar einem gynäkolo­gischen Stuhl, statt und ist in der Regel schmerzfrei. Eine Darm­vor­bereitung wie zur Darm­spiegelung ist hierfür nicht erforderlich.

Bei besonderen Fragestellungen steht auch die Ultraschalldiagnostik sowohl des Bauchraumes und Darmes, als auch die sogenannte End­osonographie, also die Ultraschall­untersuchung der Anal­region durch den Anus, zur Ver­fügung.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach dem erhobenen Befund und den Beschwerden des Patienten. Neben Lokal­maß­nahmen (z.B. Salben, Zäpfchen) können bestimmte Verfahren zur Hämorrhoidenbehandlung (Ver­ödung, Gummi­ligatur) direkt in der Praxis durchgeführt werden. Andere Erkrankungen und auch höher­gradige Hä­morrhoiden­leiden er­fordern oft­mals eine operati­ve Behand­lung. Diese kann teilweise ambulant durch­ge­führt werden. Gegebenen­falls erfolgt hierfür auch eine Ein­weisung ins Kranken­haus.

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