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Ärzte

Praxis für HNO-Heilkunde und Allergologie

MVZ Am Walkgraben

Dr. med. Claudia Ernstberger (ärztliche Leiterin)
Am Walkgraben 31 | Haus C
09119 Chemnitz
Link: [Standort/Anfahrt]jameda

Tel.   0371/ 36 46 38
Fax    0371/ 3 56 02 93 

Praxis-Termine im Oktober 2019

Sehr geehrte Patienten,

wir bauen im Oktober für Sie um! Daher vergeben wir nur Termine mit vorheriger telefonischer Absprache.


Vielen Dank für ihr Verständnis.

Ihr HNO-Praxisteam
MVZ Am Walkgraben

 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Informationen zur diensthabenden Praxis entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen der örtlichen Presse [Link] oder in dringenden Fällen über die bundesweit einheitliche Rufnummer: 116 117

Sprechstunden Dr. med. Ernstberger

Wir bitten um telefonische Terminabsprache.

VormittagNachmittag
Mo.–    Operationstag
Di.07:00 – 12:00   14:00 – 17:30
Mi.07:30 – 13:30  
Do.  
08:00 – 12:00 13:30 – 18:00
Fr.07:30 – 13:00  

 

 

Notrufnummern:

Kassenärztlicher Notfalldienst:
0371/ 1 92 92

Telefonischer Bereitschaftsdienst für hier operierte Patienten:
Dr. med. Adler: 0171/ 4 00 09 80
Dr. med. Ernstberger: 0159/ 01 51 08 29

 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Informationen zur diensthabenden Praxis entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen der örtlichen Presse [Link] oder in dringenden Fällen über die bundesweit einheitliche Rufnummer: 116 117

Praxisschwerpunkte/ Leistungsbereiche

Konservative Diagnostik und Therapie in der HNO-Heilkunde

Funktionsdiagnostik des Ohres
• objektive und subjektive Hörprüfverfahren
• Gleichgewichtsprüfung = Vestibularisprüfung / Diagnostik zur SchwindelabklärungHNO-Praxis
  (VNG Untersuchung, Drehstuhluntersuchung)
• Otoakustische Emissionen
• FAEP (Frühe akustisch evozierte Potentiale)
• Binokularmikroskopische Untersuchung des Ohres

Diagnostik des Riech- & Schmeckvermögens
• Schmeckprüfung
• Riechprüfung
• Endoskopie der Nasen und Nasennebenräume

Diagnostik,
Therapie von Schluckstörungen/ Stimmstörungen

• endoskopische Kehlkopfuntersuchung
• endoskopische Diagnostik des Schluckaktes

Bildgebende Diagnostik
• CT in Kooperation mit dem MVZ-Radiologie Am Walkgraben
  und anderen radiologischen Praxen
• Sonografie im Kopf-/Halsbereich

Diagnostik beim nächtlichen Schnarchen/ Schlafapnoe
• PolygraphieHNO-Praxis
• OP › siehe [ambulante Operationen]

Tauglichkeitsgutachten
• Fahrtauglichkeitsgutachten va. bei Schwindelbeschwerden
• Tauchtauglichkeit in Kooperation mit der Inneren Medizin
• Höhentauglichkeit

 

 

 

Diagnostik und Therapie bei Allergien

Allergietest bei saisonalen Pollenallergien sowie ganzjährigen Allergien (Erwachsene und Kinder)
• Haut - Pricktest
• Prick-zu-Prick-Test
• Scratch-Test

Serumuntersuchung
• RAST
• rekombinante Allergene

Provokationstest
• nasal: Milben, Schimmelpilze, Pollen, ASS, Mehl
• konjunktival: Milben, Schimmelpilze, Pollen

Therapie
• spezifische Immuntherapie-Hyposensibilisierung
• Insektengiftallergien
• ASS-Desaktivierung bei Nasenpolyprezidiven (Samter Trias)
• individualisierte Beratung
• Allergenkarenztherapie/ Pollenflugvorhersagenutzung
• medikamentöse Therapie

 

mehr dazu

Ambulantes OP-Spektrum

Ambulante Operationen können in der Tagesklinik im gleichen Haus (Am Walkgraben) in Kooperation mit der Praxis für Anästhesie durchgeführt werden.

Der Einsatz eines modernen OP-Mikroskops und Stablinsensysteme (starre Endoskope) mit verschiedenen Blickwinkeln erlauben uns eine vergrößerte Sicht auf das zu behandelnde Areal.

Die langjährige Erfahrung der Operateure führen zu bestmöglichen Ergebnissen in den Bereichen:

Ohr und Ohrschädel:
• Ohrmikroskopie, Parazentese, Paukendrainage
• Tympanoplastik Typ I
• Ohrmuschelstellungsanomalien - Ohrkorrekturen
• Tumorchirurgie:
  · Ohrmuschelteilresektionen bei Tumoren
  · Ohrmuschelkeilresektionen

Gesicht:
• Pansinusoperationen va. bei Engstellenchirurgie bei rezidivierenden Nebenhöhlenentzündungen
• Nasenscheidewandkorrektur
• Tränenwegschirurgie
• Verkleinerung der Nasenmuscheln mit Laser/ Radiofrequenz

Pharynx, Kehlkopf und Luftröhre:
• AT
• Tonsillotomie
• MLS mit Abtragung von kleineren Pathologien wie Polypen, Ödem

Operationen am Hals:
• Exstirpation von Lymphknoten
• Exstirpation von medianen Halszysten

Traumatologie:
• Nasengerüstrepositionen

Plastische Operationen im Kopf-Hals-Bereich:
• Ohrmuschelplastik
• Hauttumore an der Nase/Gesicht
• Kleine regionale Hautlappenplastiken
• Plastische Operationen an Narben

Operationen beim Schnarchen:
• Radiofrequenztherapie am Weichgaumen
• Laserchirurgische Therapie am Gaumen und an der Uvula

Praxisteam | sonstiges

Mit individuellen Behandlungsmethoden, modernen apparativen Möglichkeiten und großem Engagement sichern wir höchstmögliche medizinische Qualitätsstandards in allen Behandlungsphasen und entwickeln optimale Therapiekonzepte um den bestmöglichen Weg für Ihre Gesundung zu finden.

Die Mitarbeiter unserer Praxis sind alle qualifiziert ausgebildete Fachkräfte, unterstützen nicht nur organi­sa­torisch bei der Genesung und gehen stets fürsorglich auf die speziellen Erfordernisse und Anliegen der Pa­tienten ein.

Anfahrt, Zugang, Parken
Wir verfügen über einen Fahrstuhl und behindertengerechten Zugang. Parkplätze finden Sie im direkten Praxisumfeld.

Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahn/ Bus: Linie1, 23, 31, 262, N16
Wir bestellen Ihnen auf Wunsch ein Taxi oder einen Krankentransport.

Herzlich willkommen!

 

Patienteninformationen

Allergietest

Allergietest bei saisonalen Pollenallergien sowie ganzjährigen Allergien

Allergien haben in den vergangenen Jahrzehnten besonders bei Kindern und Jugendlichen stetig zugenommen. In letzter Zeit zeigt sich ein Neuauftreten von Allergien bei Menschen oberhalb des 60. Lebensjahres.
Inzwischen sind rund 30% der Bevölkerung betroffen. Allergien der Atemwege bilden das Hauptfeld der Diagnostik und Therapie in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Sie verursachen saisonal oder auch ganzjährig Schnupfen, Husten, Niesen, Nasenatmungsbehinderung, Juckreiz der Augen, des Gaumens und auch der Ohren und vermitteln meist ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Besonders gefürchtet ist der Etagenwechsel mit Entwicklung eines Bronchialasthmas.Allergietest

Wir empfehlen Ihnen unbedingt eine ursächliche Therapie (Hyposensibilisierung) in den ersten Jahren der Erkrankung. Hoffnung besteht ebenfalls beim Vorliegen von multiplen Allergien.
In diesem Fall müssen die am meisten störenden Allergien ermittelt werden und einer Behandlung zugeführt werden.

In Begleitung zu inhalativen Allergien treten oft Nahrungsmittelallergien auf (Kreuzallergie).

 


In der HNO Heilkunde zeigt sich oft das allergologische Bild eines milder verlaufenden oralen Allergiesyndroms bei gleichzeitig vorliegenden Pollenallergien. Es kann mit Hilfe von Blutuntersuchungen abgeschätzt werden, ob es sich um eine echte Nahrungsmittelallergie oder um eine Kreuzreaktion handelt.
Provokationstestungen werden in den Hautkliniken der Region durchgeführt.

Pseudo (=scheinbar) - allergische Reaktion führen zu gleichen Symptomen wie bei einer Allergie. Die klassischen Hauttests zum Nachweis einer sog. Typ-I-Allergie sind in diesem Fall negativ.
Untersuchungen sind bei uns auf eine Histaminintoleranz und Schmerzmittelunverträglichkeit (ASS und andere Schmerzmittel) möglich.

Reine Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten sowie die meisten Medikamentenunverträglichkeiten werden in Kooperation mit einem allergologisch tätigen Dermatologen oder Gastroenterologen behandelt.

Insektengiftallergien

Wenn es bei Ihnen nach dem Stich einer Biene, Hummel, Wespe oder Hornisse zu einer überdurchschnittlich starken Schwellung der gestochenen Körperregion oder zu einer Allgemeinreaktion ( Schwindel, Übelkeit, Hautausschlag am ganzen Körper, Luftnot) gekommen ist, so müssen Maßnahmen ergriffen werden, die sie vor weiteren Allergiereaktionen dieser Art schützen.

Ablauf der Testung und Therapie:

  • Erfassung der spezifisch allergologischen Anamnese
  • Verordnung eines Notfallsets nach Prüfung der Indikation

    • Bei schwersten allergischen Erscheinungen, z.B. beim allergischen Schock kann die Behandlung mit Adrenalin lebensrettend sein.

  • Durchführung eines Hauttitrationspricktestes zur Bestimmung einer Bienen bzw. Wespengiftallergie frühestens 4-6 Wochen nach Stichereignis aber auch nach Jahren möglich.
  • Abnahme eines Bluttestes (RAST-Testes auf Bienen- und Wespengift und der Tryptase) um eine besondere Neigung zum allergischen Schock festzustellen)
  • 2 Therapiealternativen:

    • 3 tägige Einleitungsbehandlung unter stationärer Überwachung und nachfolgend ambulant mit einer Spitze unter die Haut aller 4-6 Wochen über 3-5 Jahre
    • alternativ eine wöchentliche ambulante Aufdosierung bei geeigneten Patienten.

Wir beraten Sie individuell welche Therapie für Sie die richtige ist. Diese Behandlung kann die Angst vor einer lebensbedrohlichen Anaphylaxie nehmen und in sehr vielen Fällen einen lebenslangen Schutz aufbauen.

Die Hyposensibilisierungsbehandlung mit Bienen- oder Wespengift bei schweren Formen (Reaktion außerhalb des Insektenstiches wie Hautausschlag an anderen Teilen des Körpers und Luftnot) der Insektengiftallergie ist die einzige Maßnahme, die langfristig einen sicheren Schutz vor schweren und lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen nach Insektenstichen gewährleistet.

Hyposensisbilisierung

Aus den Testergebnissen und den Untersuchungsergebnissen werden wir eine Diagnose ableiten und nach unserer allergologischen Erfahrung ein Therapievorschlag aussprechen.

Allergien können durch:
Allergenkarenz, medikamentös symptomatisch, oder an der Ursache durch Beeinflussung des Immunsystems (Hyposensibilisierung = Spezifische Immuntherapie mit Spritzen unter die Haut, Tabletten oder Tropfen) behandelt werden. Die Erfolgsraten sind je nach Allergen und individueller Reaktion des Immunsystems sehr unterschiedlich.

Bei Neuauftreten einer Allergie und medikamentöser Therapie mit Tabletten (Antihistaminika), Augen oder Nasentropfen/ -spray länger als 4 Wochen infolge im Jahr sollte vor allem wegen der Gefahr einer Entstehung eines Asthma bronchiale eine Hyposensibilisierung erfolgen.

ASS-Desaktivierung

bei Nasenpolyprezidiven (Samter Trias)

Aspirin® Unverträglichkeit (ASS Intoleranz) Symptome, Diagnostik und Therapie
In Deutschland leiden 1 – 2% der Bevölkerung an einer Azetylsalizylsäureunverträglichkeit. Der Wirkstoff Azetylsalizylsäure ist allerdings in viel mehr Medikamenten vertreten, als nur im Aspirin. In Geschmacksverstärken, sogenannten „E“ Stoffen und in der Natur in vielen Nahrungsmitteln ist ASS ebenfalls enthalten. Es ist daher nicht ausreichend die Einnahme dieser Medikamente zu meiden.

Risikogruppen:
Was macht aus dieser Unverträglichkeit nun eine Krankheit? Eine Überempfindlichkeitsreaktionen auf Schmerzmittel und ganz besonders auf Acetylsalizylsäure , wird bei gleichzeitigem Auftreten mit Polyposis nasi und Asthma bronchiale als Morbus Widal (Samter Trias) bezeichnet. Diese Pseudoallergie finden wir sogar bei bis zu 10% aller Asthmatiker und bei bis zu 60 % der mehrfach wegen Nasenpolypen operierten Patienten. Sie verursacht lebensbedrohliche Reaktionen. Es handelt sich nicht um einen IgE-vermittelten Mechanismus wie bei einer typischen Allergie. Wir sprechen hier um eine Störung im Stoffwechsel beim Schmerzmittelabbau im Körper, die durch Aufnahme von Schmerzmittel akut verstärkt wird. Die Patienten haben auch ohne Einnahme von Schmerzmittel multiple Beschwerden da wir in unserer Nahrung täglich natürlich vorkommende Salicylsäure zu uns nehmen. Besonders hoch ist der natürliche Salicylatgehalt in Beerenfrüchten, Weintrauben, Rotwein, Orangen, Aprikosen, Ananas und Oliven.

Therapie der Aspirin Unverträglichkeit:

  • Diagnosestellung mit Hilfe eines ambulanten Provokationstest nasal oder stationär in Tablettenform bzw. als Gabe über die Vene
  • spezifische Therapie ist eine adaptive ASS-Desaktivierung (Gewöhnung an ASS) unter stationären Bedingungen
  • bei rascher Rezidivpolyposis (< 3 Jahre) wird als Screening stets eine Testung empfohlen
  • der beste Zeitraum für eine Testung ist vor der geplanten Operation, wenn die Nase nicht mit Polypen vollständig verlegt ist, um postoperativ eine evtl. Desaktivierung anzuschließen
  • nach der Operation der Nebenhöhlen ist erst nach 2 – 3 Monaten eine nasale Testung mgl.
  • bei Nachweis einer ASS Intoleranz wird im Idealfall 6 – 8 Wochen nach erfolgter Nasennebenhöhlenoperation eine Desaktivierung über ca. 3 Tage durchgeführt und die Dosis auf 100 – 300 mg gesteigert.
  • Alternativmedikamente bei Schmerzen werden im Vorfeld ausgetestet, damit sie wissen, welche Medikamente sie z.B. im Falle von Kopfschmerzen einnehmen können.

Die internistischen Begleiterkrankungen werden natürlich ebenfalls berücksichtigt um einen eventuellen Nutzen bei Herz Kreislauferkrankungen oder Risiken bei chronischen Magenbeschwerden abzuschätzen.

Einzige Alternative dazu ist eine salizylatarme Diät die jedoch bei sehr wenigen Patienten zum Erfolg führt. Wir beraten sie gern über ihre Therapiemöglichkeiten.

© Poliklinik gGmbH Chemnitz