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03.06.15 17:48 Uhr

Zu guter Letzt: Der Gipfel.

Rückblick zum 11. Fichtelbergmarsch › 30. Mai 2015

Was der eine als Extremtour empfindet, ist für den anderen nicht der Rede wert.

700 Anmeldungen – das klingt nach Breitensport – doch die anspruchsvolle Fern­wanderung ist nichts für Ungeübte. Das Spektrum der Teilnehmer reichte von Paaren, die die Tour als gemeinsames Freizeiterlebnis sahen, routinierten Profis als 'Wiederholungstäter' über junge 'Hobbysportler', die sich mal aus­tes­ten und die 64 Kilometer als 'coole Aktion' empfanden bis zu 'Best Agern', die etwas Neues ausprobieren wollten. Vom Startpunkt F.-O.-Schimmel-­Straße in Chemnitz ging der inzwischen legendäre Fichtelbergmarsch über 1.700 Höhenmeter durch atemberaubende Landschaft mit tollen Ausblicken. Um die Tagesstrecke auf den höchsten Berg Sachsens zu bezwingen, waren traditionell keine Bestzeiten gefragt, sondern das Durchhalten. Obwohl die ersten bereits nach 8 ½ Stunden das Ziel erreichten, war der Großteil zwischen 10 und 14 Stunden unterwegs.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr zeigte sich die Natur des Erzgebirges von besserer Seite und machte den Fußmarsch zusammen mit der professionellen Organisation des Veranstalters Marcus Müller (MMPT Personal Trai­ning) zum reizvollen Wanderhighlight in der Region.

Dem Erlebnis der besonderen Art und dem sportlichen Ehrgeiz der Wanderer zollten freilich viele Beine ihren Tri­but. Die Herren Matthies und Schüppel vom Physiotherapeutischen Zentrum Markthalle der Poliklinik GmbH Chem­nitz boten im Ziel „Erste Hilfe“. Neben der Erstversorgung von umgeknickten Knöcheln, Blasen und Ver­letzungen durch die Berg­wacht wurden strapazierte Muskeln, verhärtete Waden und Verzerrungen von beiden Therapeuten professio­nell versorgt. Unterstützend wurde Kinesio-Tape als eine wirkungsvolle Hilfe für die Selbst­re­generation auf das ge­locker­te Gewebe angelegt.

Wenn nichts mehr geht.
Zerrungen, Krämpfe, Prellungen, Verstauchungen und andere leichte Verletzungen des Stütz- und Bewegungs­appa­rates begleiten fast alle Sportarten – auch das Wandern.

„Ist ein Knöchel verstaucht oder Muskeln gezerrt, sollte umgehend die sogenannte PECH-Formel angewandt wer­den, um die Probleme zu bekämpfen. Diese Regel steht für Pause, Eis, Compression und Hochlagerung. Die Be­wegung des betroffenen Muskels sollte sofort eingestellt werden. Jede weitere kann der betroffenen Körper­region schaden und ist deshalb zu vermeiden. Eispackungen oder kühle Umschläge vermindern die Durch­blu­tung im ver­letzten Muskel, verringern Schwellungen, wirken entspannend und lindern die Schmerzen. Ist eine gut bestückte Wanderapotheke vorhanden, sollte um den gezerrten Muskel ein leicht stabilisierender Druck­verband angelegt werden. Er schont den betroffenen Bereich, engt die Blutgefäße ein und verringert das An­schwellen.
Weniger Schwellung bedeutet auch weniger Schmerzen. Damit die Verletzung weniger stark durch­blutet wird, soll­te- wann immer möglich - der betroffene Muskel hoch gelagert werden.“, sagt Dipl.-Med. Matthias Gläß, Fach­arzt für Allgemeinmedizin im Medizinischen Versorgungszentrum Markthalle.

Da Sportverletzungen häufig mit einem Bänderriss oder einer Verletzung des Knochens einhergehen, ist bei starker Symptomatik unbedingt ein Facharzt aufzusuchen. Besonders häufig ist die Wadenmuskulatur betroffen und Ver­letzungen sind nicht selten das Resultat von kalter, harter Muskulatur. Als beste Prävention gilt eine ehrliche Selbst­ein­schätzung u. entsprechende Vorbereitung für eine Wanderung. So ist die richtige Ausrüstung mit festem Schuh­­­werk und geeigneter Kleidung "das A und O". Mangelndes Aufwärmen, unzureichende Kondition, Flüssig­keits­mangel oder falsche Haltung führen zur körperlichen Überlastung.

Wandern macht Spaß und ist wie jede Art der körperlichen Bewegung bei den meisten Menschen förderlich für die Gesundheit. Bereits kürzere Distanzen haben positive Effekte auf Blutdruck und Herzfrequenz. Wer sich regelmäßig bewegt, verringert Körpergewicht und -fett signifikant, der Sauerstoffgehalt im Blut wird erhöht und die Kondition und Koordinationsfähigkeit werden verbessert.
Jeder Körper benötigt Zeit, um sich an gesundheitssportliche Ak­tivi­tä­ten zu gewöhnen. Ungenügend trainierte und überforderte Muskeln neigen sehr leicht zu Verletzungen. Eine bessere Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit wird durch regelmäßiges Training und sportliche Übungen erzielt. Die physiotherapeutischen Einrichtungen der Poliklinik GmbH Chemnitz bieten dazu attraktive Kurse und vielfältige Möglichkeiten der aktiven Prävention, um den Körper in seiner physiologisch gesunden Funktion zu unterstützen.

Jörg Kottwitz
Poliklinik GmbH Chemnitz
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit

11. MMPT Fichtelbergmarsch

› Rückblick zum 10. Fichtelbergmarsch, 2014 [Link]

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